Grippeimpfungen
Schutzimpfungen sind ein wesentlicher Bestandteil der arbeitsmedizinischen Prävention. Sie schützen Beschäftigte vor impfpräventablen Erkrankungen, reduzieren krankheitsbedingte Ausfallzeiten und tragen dazu bei, die Gesundheit sowie die Leistungsfähigkeit der Belegschaft langfristig zu erhalten. Insbesondere in Betrieben mit häufigen Personenkontakten oder erhöhtem Expositionsrisiko leisten Impfungen einen wichtigen Beitrag zum individuellen und kollektiven Gesundheitsschutz.
Vor diesem Hintergrund bieten wir auch in diesem Jahr wieder die Grippeschutzimpfung direkt im Betrieb an. Das Angebot richtet sich an alle Unternehmen, die von uns betriebsärztlich betreut werden. Die Durchführung vor Ort ermöglicht eine unkomplizierte Teilnahme und unterstützt die Gesundheitsvorsorge Ihrer Mitarbeitenden bereits vor Beginn der Grippesaison. Gerne stimmen wir die Organisation und Terminplanung individuell mit Ihrem Unternehmen ab.
Die Virusgrippe (Influenza)
ist eine mit Fieber, Husten und Muskelschmerzen einhergehende akute Erkrankung der Atemwege. Sie wird durch Influenzaviren (verschiedene Viren-Typen, die sich verändern können) verursacht. Vor allem bei älteren und chronisch kranken Menschen kann es zu schweren Krankheitsverläufen kommen. Jährlich sterben viele Menschen an dieser Erkrankung. Der beste Schutz vor einer Influenzainfektion wird mit einer Schutzimpfung erreicht. Diese sollte jährlich wiederholt werden.
Der Impfstoff enthält abgetötete Influenzaviren oder Bestandteile von
Influenzaviren, die im Impfling einen Schutz vor der Erkrankung hervorrufen. Der Impfstoff wird in den Muskel gespritzt. Er ist im Allgemeinen gut verträglich. Der Impfschutz beginnt etwa 14 Tage nach der Impfung.
Die Impfung wird von der Ständigen Impfkommission am Robert Koch Institut u.a. für folgenden Personenkreis empfohlen:
- Personen über 60 Jahre
- Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens (z.B. chronische Lungen-, Herz-, Kreislauf-, Stoffwechselkrankheiten)
- Personen mit erhöhter Gefährdung (z.B. medizinisches Personal, Personal in Einrichtungen mit hohem Publikumsverkehr sowie Personen, die als mögliche Infektionsquelle für von ihnen betreute ungeimpfte Risikopersonen fungieren können.)
- Personen mit erhöhter Gefährdung durch direkten Kontakt zu Geflügel, Wildvögeln und Schweinen (Eine Grippe-Impfung bietet keinen direkten Schutz vor Infektionen durch den Erreger der Vogelgrippe. Es können jedoch Doppelinfektionen mit den aktuell zirkulierenden Grippe- bzw. Vogelgrippeviren verhindert werden.)
Mögliche Lokal- und Allgemeinreaktionen nach der Impfung
Als Ausdruck der normalen Auseinandersetzung des Organismus mit dem Impfstoff kann es gelegentlich innerhalb von 1 bis 3 Tagen an der Impfstelle zu leichten Schmerzen, Rötung und Schwellung kommen. Ebenfalls kann es nach der Impfung zu Allgemeinsymptomen wie Fieber, Übelkeit, Müdigkeit, Kopf-, und Muskelschmerzen kommen. In der Regel sind diese genannten Lokal- und Allgemeinreaktionen vorübergehender Natur und klingen rasch und folgenlos wieder ab.
Sehr selten werden allergische Reaktionen an Haut und Bronchialsystem beobachtet; über allergische Sofortreaktionen (anaphylaktischer Schock) wurde nur in Einzelfällen berichtet.
Wer soll nicht geimpft werden?
Wer an einer akuten fieberhaften Erkrankung leidet oder eine vorangegangene Grippeschutzimpfung nicht vertragen hat, sollte nicht geimpft werden.